2021


Eine aussergewöhnliche Anregung von Minister Dan Kersch.

 

 

Überaus aufmerksam vernahmen die Mitglieder des Verwaltungsrates von ILES (Institut Luxembourgeois de l’Economie Solidaire) die Aussage von Minister Dan Kersch vom 30 Januar in Bezug auf die Innovationen der Regierung in der Coronakrise:

 

« Deen eenzegen, dee bis elo eng Iddi bruecht huet, war ech selwer ».

 

Diese Idee des Ministers ist die einer Mutualität, über die sich die Betriebe durch das Solidaritätsprinzip gegenseitig helfen würden und der Staat dann zusätzlich anpacken  könnte. Wir begrüssen ausdrücklich diesen Vorschlag, weisen aber auch darauf hin daß dieser Ansatz ausführlich in einem Artikel in der Rubrik « Analyse und Meinung » vom 3/4 Oktober im Luxemburger Wort von der ILES abgehandelt und diskutiert wurde. Dies unter dem Titel « Renaissance der Mutualität ». Wir wollen den Minister weiterhin darauf aufmerksam machen dass diese Überlegungen zur Wichtigkeit der Mutualität von der ILES nicht als isoliertes Konzept beschrieben wurden, sondern im Zusammenhang mit einer übergeordneten Idee eines dritten Wirtschaftspfeilers. Die Gefahr eine solche Idee wie die des Mutualismaus getrennt zu behandeln und sie in Krisenzeiten zu instrumentalisieren, ist in dem Sinne riskant als daß sie den Geist eines ungesunden Korporatismus heraufbeschwören kann.

 

Romain Biever

 

Präsident von ILES

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